Artikelserie: Entdecke Nudelhölzer rund um die Welt – Teil 2 Materialien

Artikelserie: Entdecke Nudelhölzer rund um die Welt – Teil 2 Materialien

Nachdem wir im ersten Teil der Artikelserie einen kleinen Ausflug in die Vergangenheit gemacht haben und so mehr über die Herkunft und die verschieden Aussehensarten von Teigrollen erfahren haben, wollen wir uns heute mehr auf die unterschiedlichen Materialien sowie ihre Vor- und Nachteile konzentrieren.

Wir alle wissen, dass ein Nudelholz primär zum Ausrollen von Teig verwendet wird und dieses Ziel durch die Ausführung von gleichmäßigen Rollbewegungen erreicht werden soll. Da sich an dieser grundsätzlichen Funktion nichts ändern wird, liegen die Unterschiede im Detail. Schließlich könnte man auch mit einer Glasflasche den gewünschten Effekt erzielen. Apropos Glasflasche…

Die Exoten: Teigrollen aus Glas und Porzellan

Als in Europa die Herstellung von Porzellan im 1800 Jahrhundert kein Geheimnis mehr war, blieb auch die Teigrolle von dieser Entdeckung nicht verschont. Neben schön verzierten Teigrollen aus dem zerbrechlichen Material wurden auch einfache glatte zylindrische Formen für die gewöhnliche Hausfrau hergestellt. Erst als Ende des 18. Jahrhunderts die Glasherstellung so weit fortgeschritten war, dass die Körper eine entsprechende Stabilität aufwiesen, wurden auch Teigrollen aus Glas gefertigt. Da geblasene Gläser innen hohl sind, wurde meist an einer Seite eine Öffnung gelassen, die es u.a. ermöglichte die Teigrolle zu befüllen, um so für die entsprechende Schwere sorgen zu können. Trotzdem bleibt abschließend nur zu sagen, dass sich Teigrollen aus Keramik und Glas heutzutage wohl eher nicht mehr als praxistauglich erweisen, da diese sowohl sehr zerbrechlich als auch meist zu leicht sind. Wer aber seine Küche verzieren möchte, wird in einem Antiquitätenladen bestimmt fündig.

Nudelholz aus Glas

Bild von: Daderot

Der Urtyp: Teigrollen aus Holz

Viele schwören bis heute noch auf die hölzerne Variante. Ist das Holz hochwertig und gut verarbeitet, spricht hier mit Sicherheit nichts dagegen. Zudem leitet Holz schlecht Wärme, sodass beim Ausrollen nicht noch zusätzlich die Wärme der Hände auf den Teig übertragen wird, falls kein Nudelholz mit Griffen verwendet wird. Im Alter oder auch bei billigeren Modellen kann es allerdings passieren, dass das Holz splittert. Hier also unbedingt aufpassen! Zudem ist das Nudelholz nicht für eine Reinigung in der Spülmaschine geeignet, da das Holz aufquillen würde. Viele stellen daher die lebensmittelgeeignet des Klassikers infrage und greifen lieber auf andere Materialien zurück. Wer sich nicht von seiner Teigrolle aus Holz trennen möchte, sollte die Rolle nach jeder Benutzung gründlich unter fließendem Wasser mit Spülmittel abwaschen und anschließend gut abtrocknen. Gelegentlich empfiehlt es sich auch das Holz mit etwas Öl einzureiben.

Holz

Das Schwergewicht: Teigrollen aus Marmor

Müsste man Marmor beschreiben, trifft es vermutlich natürlich, edel und hochwertig am besten. Aber nicht nur als Bodenbelag oder luxuriöse Badezimmerausstattung macht sich der Naturstein gut, sondern auch als Teigrolle. Marmor ist geruchsneutral und sehr hygienisch, womit er sich perfekt für den Einsatz in der Küche eignet. Die Reinigung ist ebenfalls problemlos möglich und erfordert keine besondere Sorgfalt. Aber Achtung: Nicht fallen lassen! Nicht nur, dass die Rolle selbst kaputt sein dürfte, nein, aufgrund des hohen Gewichts kann auch der Fußboden erheblichen Schaden nehmen. Je nach Teig kann es aufgrund des hohen Gewichts außerdem zu Rissen kommen. Zudem muss man in puncto Manövrierfähigkeit Abstriche in Kauf nehmen. Da Marmor äußerst Wärmeleitend ist, sollte der Stein vorher gekühlt werden. Im Vergleich zu dem klassischen Nudelholz werden außerdem ein paar Euros mehr fällig.

Marmor

Die Reine: Teigrollen aus Edelstahl

Kaum ein Material ist für den professionellen Einsatz in der Küche besser geeignet als Edelstahl. Er ist äußerst widerständig und lässt sich zudem noch schnell und einfach reinigen. Auch ein Waschgang in der Geschirrspülmaschine stellt meist keine Probleme dar. Es ist daher wenig verwunderlich, dass vor allem in der Gastronomie auch Teigrollen aus Edelstahl großen Anklang finden. Da Keime und Bakterien kaum eine Chance haben, entsprechen sie den hohen hygienischen Anforderungen. Allerdings muss man auch hier die Spreu vom Weizen trennen. Viele Modelle sind innen hohl und wiegen meist nicht einmal 300 Gramm. Für alle, die während des Backens noch ihre Bauchmuskeln stärken wollen, mag das zwar ganz nett sein, wer aber nur Wert auf einen glatten Teig legt, muss so ein ordentliches Work-out einplanen. Obwohl Teigrollen aus Edelstahl grundsätzlich für den Gefrierschrank geeignet sind, muss man natürlich aufpassen, dass diese nicht zu kalt werden. Außerdem überträgt sich die Wärme der Hände auf die Rolle und sorgt durch die gute Wärmeleitfähigkeit dafür, dass der Edelstahl wieder warm wird, was sich bei zu langem Rollen schlussendlich auch wieder auf den Teig überträgt. Wie mühselig es ist warmen Teig auszurollen und weiterzuverarbeiten muss ich an dieser Stelle wohl nicht ausführen.

Edelstahl

Die Künstliche: Teigrollen aus Plastik

Wir sind überall von Plastik umgeben. Angefangen bei Aufbewahrungsdosen für Lebensmittel über Kleidung bis hin zur Schuhsohle. Kein Wunder: Plastik ist leicht, einfach formbar und kostengünstig. Auch in der Küche bietet der Kunststoff viele Vorteile gegenüber anderen Alternativen. Es lässt sich leicht reinigen, ist auslaufsicher und hält unsere Lebensmittel frisch. Warum also nicht auch eine Teigrolle aus Plastik kaufen? Nun, grundsätzlich muss das natürlich jeder selbst entscheiden, trotzdem sollte man sich vielleicht ein paar Gedanken zu dem beliebten Polymer machen. Gegenwärtig wird Polyethylen aus Erdöl oder verflüssigtem Erdölgas hergestellt, was ein endlicher Rohstoff ist und somit irgendwann zur Neige gehen wird. Aber auch die eigene Gesundheit ist längst nicht mehr sicher. Gerade in ungekennzeichneten Plastikmaterialien findet sich oft die Chemikalie Bisphenol A (BPA), der eine hormonähnliche Wirkung nachgesagt wird und die sich auf die Lebensmittel übertragen können. Natürlich kann Plastik durchaus Sinn machen und sollte nicht pauschal verteufelt werden.  Ob es aber wirklich die Teigrolle aus Plastik sein muss, halte ich für sehr fraglich. Zumal es auch deutlich attraktivere Alternativen gibt, die dem Plastikstab in nichts nachstehen.

Plastik

Die Moderne: Teigrollen aus Silikon

Während die oben erwähnten Teigrollen meist aus einem einzigen Material gefertigt werden. Ist dies bei der modernen Variante aus Silikon leider nicht möglich. So besteht der Kern in den meisten Fällen aus Holz, Plastik oder Edelstahl. Das Silikon dient lediglich als Oberflächenbeschichtung. Silikon eignet sich hierfür besonders gut, da so gut wie keine anderen Materialien an ihm haften. Auch die Reinigung geht mühelos von der Hand. Besteht der Kern zusätzlich aus Edelstahl, ist es sogar möglich, die Rolle in die Spülmaschine zu geben oder für empfindliche Teigarten – wie etwa Mürbeteig – die Rolle vorab abzukühlen. Im Vergleich zu der normalen Edelstahlteigrolle gibt das Silikon außerdem nicht so schnell Wärme ab, lässt sich angenehmer anfassen und hält den Teig länger kühl. Silikon ist grundsätzlich als langlebiger Werkstoff bekannt. So hält bei der richtigen Pflege die Silkon-Teigrolle viele Jahre. Da Silikon eine Zwischenstellung zwischen anorganischen und organischen Verbindungen darstellt, sollte auch hier nicht billig gekauft werden und auf Lebensmittelechtheit geachtet werden. Übrigens, wer eine Teigrolle ohne Griffe verwendet, sollte darauf achten mit dem ganzen Körpergewicht Druck durch die Arme während des Rollvorganges auszuüben.

Silikon

Fazit

Teigrollen kommen in vielen verschiedenen Formen und Materialien. Hier eine Entscheidung zu treffen ist definitiv nicht leicht. Auch die Liste von Herstellern wird zunehmend länger. Was sind also die entscheidenden Kriterien für den Kauf einer Teigrolle? Vieles hängt natürlich von dem eigenen Backverhalten ab. Wie oft backe ich überhaupt? Welche Teige werden am häufigsten zubereitet? Soll meine Rolle Griffe haben oder nicht? Vieles hängt von den eigenen Vorlieben ab. Trotzdem sollte man vor einem Kauf entsprechende Vor- und Nachteile berücksichtigen. Während sich mit dem klassischen Nudelholz vielleicht problemlos ein Hefeteig ausrollen lässt, stößt es bei Mürbeteig an seine Grenze und muss mit Omas Haushaltstipps wie dem Überstülpen eines Feinstrumpf-Söckchen aufgepeppt werden. Hier stellen wiederum Varianten aus Edelstahl, Marmor oder auch Silikon gute Alternativen dar, da diese unter anderem vor der Benutzung gekühlt werden können. Aber auch allgemeine Punkte, wie die Schwere oder die Reinigung sollten nicht unberücksichtigt bleiben. Wer zudem viel mit Fondant arbeitet, sollte auf eine besonders glatte Oberfläche, wie sie etwa beim Plastik gegeben ist, wert legen.

Die Teigrolle von TreeBox

Auch wir von TreeBox haben uns lange Gedanken gemacht, was eine Teigrolle auszeichnen sollte, was wir uns wünschen und wie das Backen vielleicht noch mehr Spaß machen kann. Das Resultat: Eine eigene Teigrolle, welche die besten Materialien sowie ihre besonderen Eigenschaften vereint und dazu noch gut aussieht. Bevor die Entscheidung gefallen ist, haben wir natürlich selbst einige Teigrollen getestet und geschaut, wo man noch ansetzen kann. Aber überzeuge Dich doch am besten einfach selbst von unserer Teigrolle aus Silikon mit Edelstahlkern:

 

Übrigens: Bei allen unseren Produkten verzichten wir auf unnötige Umverpackungen aus Plastik!

Quellen

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